Projekte – Sekundarstufe II

Musik-Kurs der 12. Klasse besucht Musikinstrumenten-Museum in Berlin

 

Der Musik-Kurs der 12. Klasse besuchte am 21.09.18 im Rahmen einer Exkursion das Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung. Die Sammlungen des Museums umfassen Musikinstrumente der europäischen Kunstmusik vom 16. Bis zum 21. Jahrhundert.[1]Während des Besuchs konnten die SchülerInnen nicht nur ca. 800 Instrumente in der Schausammlung des Museums bestaunen, sondern diese vielfach auch selbst bespielen und so ihr musikalisches Geschick auf die Probe stellen.

 

 

[1]Vgl. https://www.sim.spk-berlin.de/mim_3.html, Zugriff am 23.09.18.

 

Stolpersteinverlegung

„Du schreiest Um Dein schönes Streben,
wenn es ein Schicksal
Dir zertritt“

Mit diesen Zeilen des Gedichts „Leben um Leben“ eröffnete ein Schüler aus der Klasse 8d die Stolpersteinverlegung Fritz Aschers (1893-1970) am Mittwoch, 21. Februar 2018, in der Niklasstraße 21/23 (Berlin Steglitz-Zehlendorf).

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der Geschichts-AG und dem Potsdam Museum, welches bis zum 11. März noch die Ausstellung „Leben ist Glühn“ zeigt, beschäftigten sich bereits mehrere Schüler der 8d und 9d im Vorfeld mit dem Leben Fritz Aschers. Begleitet wurden sie von Schülern der 11. Klasse des Kunst-Kurses von Frau Ferreira da Silva.

Fritz Ascher war ein deutscher Expressionist, der sich hauptsächlich mit dem Malen von Landschaften beschäftigte. Als rassisch verfolgter Jude musste er mit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft mehrfach den Wohnort wechseln und überlebte Gefangenschaften im KZ Sachsenhausen und dem Polizeigefängnis Potsdam. Ab 1942 lebte er versteckt in einer Villa in Berlin-Grunewald. Seine kräftigen Farben in seinen Bildern wichen nun schwarzen Pinselstrichen sowie düsteren Gedichten.

Bei der Stolpersteinverlegung sprach zunächst Rachel Stern, Direktorin der „Fritz Ascher Gesellschaft für verfolgte, verfemte und verbotene Kunst New York“ über das Leben Fritz Aschers, gefolgt von Wolfgang Ellerbrock, einem Berliner Historiker, der die Geschichte des Hauses Niklasstraße 21/23 vorstellte. Bevor Michael Rohrmann vom „Projekt Stolpersteine im Evangelischen Kirchenkreis Teltow Zehlendorf“ den Stolperstein verlegte, berichtete Dirk Jordan von der „AG Spurensuche“ noch über weitere Opfer und Stolpersteine in der Umgebung.

Monique Tietz aus der Klasse 11a durfte schließlich die Stolpersteinverlegung mit einem weiteren Gedicht Fritz Aschers, „Kreuzigung“, beenden.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich beim Förderverein des Potsdam Museums bedanken, der für die Fahrtkosten aufgekommen ist, sowie bei Herrn Michael Rohrmann, der bereits in der Vorwoche die AG besucht hat und sowohl das Konzept der Stolpersteinverlegung vorgestellt hat als auch den Stolperstein selbst bereits mitgebracht hatte, den die Schüler anfassen konnten.

 

Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“

Deutschland bekennt sich mit seinem Grundgesetz zu den unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts, aber auch das aktuelle Zeitgeschehen zeigen uns regelmäßig wiederkehrende Gefährdungen unserer Demokratie. Demokratie zu stärken und neuen Herausforderungen zu begegnen ist daher eine kontinuierliche Aufgabe, die von jeder Generation erneut angegangen werden muss.

Dementsprechend ist es essentiell, dass auch die heutige Schülergeneration begreift und erlebt, wie Demokratie funktioniert und welchen Gefahren sie ausgesetzt ist.

Die vielleicht größte Gefahr geht hierbei vom Rechtsextremismus aus, da sich Rechtsextremismus nicht nur gegen Meinungs- und Lebensvielfalt richtet, sondern immer auch die Menschenwürde angreift. Rechtsextremismus muss als ein vielschichtiges Problem der Gesellschaft begriffen werden und ist keinesfalls ausschließlich ein temporäres Randphänomen.

Diesen Ansatz verfolgt die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“, die vom 19. bis 23. Februar 2018 im Foyer der Gesamtschule Am Schilfhof gezeigt wird und freundlicherweise von der Friedrich-Ebert-Stiftung leihweise zur Verfügung gestellt wurde.
Die feierliche Eröffnung vor ca. 40 Gästen aus Schüler- Lehrer- und Elternschaft folgte durch Schulleiterin Frau Spickermann und die Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport der Landeshauptstadt Potsdam, Frau Aubel. Grußworte folgten von Frau Meyer sowie Frau Schröder, die als Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA Brandenburg) die Ausstellung pädagogisch und konzeptionell unterstützt haben. Die musikalische Untermalung der stimmungsvollen Eröffnung übernahmen unter Leitung von Herrn Finck die Klasse 9b und die Chor AG.

Anschließend stellten die SchülerInnen des PB Kurses der 11. Klasse unter Leitung von Frau Lauhoff die insgesamt 14 Informationstafeln der Ausstellung vor, auf denen u.a. dargestellt ist, welche rechten Parteien in Europa vertreten, welche rechtsextremistischen Aktivitäten im Land Brandenburg zu verzeichnen sind oder durch welche Aspekte das rechtsextreme Weltbild geprägt ist. Eine alltagstaugliche Qualität hat die Ausstellung durch konkrete Handlungsempfehlungen bei sog. Stammtischparolen und zeigt leicht verständlich wie man unsere Demokratie tagtäglich stärken und Rechtsextremismus bekämpfen kann.

 

Poetry-Slam

Im Rahmen des Deutschunterrichts haben die Schüler der 11. Klassen am 28.09.17 an einem Poetry-Slam-Workshop teilgenommen.

Nachdem der Begriff Poetry Slam (= Poesieschlacht) geklärt wurde, konnten sich die Schüler erst einmal alles von der Seele schreiben, was ihnen im Kopf herumschwirrt. Nach weiteren Kreativspielen und Schreibübungen haben die Schüler Zettel mit Begriffen gezogen, die sie zum Schreiben eines Textes inspirieren sollten. Diese selbst geschriebenen Texte wurden durch einige (mutige) Schüler anschließend präsentiert.

Text von Lisa Fritsche (11b) zum Reizwort Kopfhörer:

Musik ist nicht nur das, was du hörst durch deine Ohren.
Musik ist nicht nur, Töne und Klänge in einer Reihenfolge zu hören.
Musik ist ein Gefühl, was durch die Ohren direkt ins Herz geht.
Du spürst es in dir, wie die Texte oder Melodien dir nahegehen.
Bist du glücklich, dann möchtest du dich automatisch im Rhythmus bewegen, passt dich diesen Wellen an, die durch deinen Körper fließen.
Du fühlst die Melodie.
Wenn du traurig bist, dann hörst du ganz genau dem Text zu, lässt jedes Wort in dich hineinsickern und merkst, wie es dein Herz berührt, weil es Worte sind, die du nicht laut sagen kannst, aber die dich ausmachen und über die du schon einmal nachgedacht hast.
Du verstehst sie und spürst sie unter deiner Haut.
Erinnerungen laufen wie ein Film vor deinem Auge vorbei und können dich lächeln lassen, weil es so schön war, oder weinen lassen, weil es das gar nicht mehr gibt.
Musik ist nicht nur das, was du hörst, sondern auch das, was du spürst.
Und Musik ist nicht nur ein Gefühl, Musik lebt in uns.
Sie versteht uns und drückt das aus, was wir nicht sagen wollen oder können und doch hören alle die Worte.
Jeder Text, jedes Lied, jede Playlist ist ganz individuell – so wie wir Menschen selbst.